Minijobber, die auf 450-Euro-Basis arbeiten, sind eine beliebte Lösung für Unternehmer und Selbstständige, um sich im Tagesgeschäft Unterstützung zu holen. Es ist eine vergleichsweise günstige und flexible Lösung für personellen Support.

Mir ist aufgefallen, dass viele Kunden und Selbstständigekeinen Arbeitsvertrag mit ihrem Minijobber machen. Aber wie ist es denn:

Muss man einen Arbeitsvertrag mit einem Mini-Jobber machen?

 Ganz klar: Nein, aber…

Nein: Es ist gesetzlich nicht vorgegeben, einen Arbeitsvertrag für 450-Euro-Stellen zu haben.

Die einzige Bedingung ist eine Anmeldung bei der Minijob-Zentrale. Die Tätigkeit muss je nach Tätigkeitsfeld entweder sofort oder innerhalb von sechs Wochen angemeldet werden. Ein Vertrag ist also keine Bedingung.

Die Eckdaten und Konditionen für Mini-Jobs sind allgemein bereits abgesteckt. Somit erledigen sich schon sehr viele Punkte, die sonst in Arbeitsverträgen festgelegt werden. Und das führt bei ganz vielen Menschen zum Vorurteil, dass ein Arbeitsvertrag nicht notwendig ist.

 

Aber: Ein Minijobber ist ein Teilzeitangestellter.

Und ein Teilzeitangestellter ist ein Angestellter. Daher ist es meiner Meinung nach extrem empfehlenswert, einen Arbeitsvertrag zu vereinbaren. In diesem werden die Bedingungen der Zusammenarbeit definiert.

Punkte wie: Umfang, Tätigkeit, Stundenlohn sind nicht allzu schwierig. Was jedoch noch wichtiger ist, dass alles was zu Streitfällen führen könnte abgesteckt wird, bevor es zum Streitfall kommt:

  • Darf der Mitarbeiter woanders arbeiten? 
  • Welche Arbeitsmittel erhält der Mitarbeiter?
  • Was passiert, wenn er Urlaub haben möchte?
  • Wie sieht die Kündigungsfrist aus?

Ohne Vertrag greift das Gesetz. Das kann zu Überraschungen führen, wenn man das nicht weiß. Zudem muss man erst mal wissen, was in den Gesetzen steht.

Daher meine klare Empfehlung: Ein Vertrag macht immer Sinn, egal in welcher Form man miteinander arbeitet:

  • in Festanstellung
  • auf 450-Euro-Basis
  • auf freier Basis

Dieser regelt im Voraus was passiert, wenn es doch nicht gut läuft. Am Anfang ist man möglicherweise Feuer und Flamme, aber mit der Zeit kann sich das verändern.