Die Zeit vergeht, es passiert viel, aber was passiert eigentlich alles? Der Sommer ist immer eine besondere Zeit, egal wie man sie verbringt. Auszeit, Spaßzeit, Draußenzeit. Der Lebensrhythmus ändert sich für ein paar Monate. Lest hier, was bei mir in den letzten 2 Monaten los war.

 

Waaaaasss?! Sechs Wochen Urlaub??!?

“Und, wohin geht’s dieses Jahr in Urlaub?”

“Nach Kroatien… die Familie von meinem Mann… Ferienhaus am Meer… jeden Sommer… Sonne… Meer… blablablabla” 

“Ach toll! Wie lange seid ihr da?”

“Sechs Wochen”

“Waaaasss?! Mit euch rede ich nicht mehr!“ 

So, oder so ähnlich laufen Gespräche über unseren Sommerurlaub seit ein paar Jahren, genauer gesagt seit 2017, seitdem ich selbstständig bin. Der Manne im Hause ist schon seit Menschengedenken überzeugter Selbstständiger. Ich wurde “erst” 2017 infiziert. Und seitdem fahren wir jeden Sommer sechs Wochen weg.

Das ist eines der Gründe, warum ich mich selbstständig gemacht habe. Um die Freiheit zu haben, Zeit mit der Familie zu verbringen, wenn ich es möchte. Zu sehr haben wir in der Vergangenheit Abstriche machen müssen, weil ich (Vollzeit-)Angestellte war. Das ist nicht der einzige Grund – und über die vielen guten Gründe Selbstständig zu sein mache ich sicherlich eines Tages einen Blogpost – aber einer der wichtigsten für mich.

Wenn man aber 6 Wochen irgendwo hinfährt, dann ist es mehr als ein Urlaub. Es ist wie eine Mini-Auswanderung. Man lebt für einige Zeit woanders. Da man aber nicht zuhause ist, verfällt man nicht unbedingt in die immer wieder gleichen Alltagsmuster, auch wenn Wäsche, Kochen, Kinder baden und erziehen keinen Urlaub kennen. Je nachdem wie die Monate zuvor verlaufen sind, nutze ich diese Zeit, um mich ganz tief zu erholen, Bücher zu lesen und handwerklich zu werden #gartenarbeit #sonstistesnichtsomeins (<- Sommer 2017), kreativ zu sein und den Kopf frei machen für neue Ideen (<- Sommer 2018), oder eben auch zu arbeiten, wenn ich mir etwas vorgenommen habe, wie diesen Sommer 2019.

Mein aller erster Online-Kurs ever

Diesen Sommer hatte ich mir nämlich vorgenommen, meinen ersten EVER Online-Kurs zu launchen und in der Beta-Version durchzuführen. Alleine bin ich nicht auf die Idee gekommen, sondern im Rahmen von meinem Online-Business Coaching (Somba, für wen es interessiert). Es wurde als Business-Sprint angeboten, einen Online-Kurs zu entwickeln, zu launchen, in der kostenlosen Test-Version durchzuführen und anschließend auszuwerten. Da ich noch nie einen Online-Kurs gegeben hatte, war es Grund genug um mich sofort dort anzumelden.

Die Themensuche hat sich in den ersten Tagen sehr zäh entwickelt. Ich wollte etwas für Solopreneurs und Selbstständige machen, ihnen helfen zu erkennen, wann sie ein Mitarbeiter brauchen, bzw. sie bei der Führung von Teams zu unterstützen. Die meisten Ideen musste ich verwerfen, weil sie zu individuell waren. Und es ging wirklich um einen Gruppenkurs, und nicht um ein Einzelcoaching. Ich war am Rande der Verzweiflung, als mein lieber Mann mich auf DIE Idee brachte. Er sagte “Wen stellen schon Selbstständige ein? Dann mach doch: lerne, deinen ersten Minijobber zu führen”. Da hat es klick gemacht! Es muss ja nicht unbedingt ein Minijobber sein. Daher ist es geworden: “DREAM|TEAM|STARTER Lerne, dein erstes Team-Mitglied zu führen”.

Wir haben uns auf Royalties von 25% vom Kurs-Umsatz geeinigt. Gott sei dank, war es ein kostenloser Testkurs!

Ich habe dann Anfang Juli angefangen, den Kurs zu bewerben – lediglich organisch und über soziale Medien und habe 13 Teilnehmer rekrutiert, die in Gegenleistung mir ihr Feedback zum Kurs geben würden.

Die Grundstruktur des Kurses hatte ich bereits entwickelt, die konkreten Inhalte, Präsentationen und Arbeitsblätter habe ich jeweils immer in der Vorwoche ausgearbeitet. Das war zum Einen stressig, aber zum Anderen – und das ist das Konzept von diesem Sprint von Somba – kann man von Woche zu Woche den Kurs und die Inhalte optimieren und Teilnehmer-Feedback für die kommende Woche einfließen lassen.

Ich habe bei jedem Modul eine Woche vorher schon angefangen, mir Gedanken zu machen. Drei Tage vorher dann ein Dokument mit den bisherigen gedanklichen Inhalten aufgesetzt. Aber ich muss gestehen, dass ich das meiste dann doch in den zwei Tagen vor der neuen Woche ausgearbeitet habe. Mir kam gott sei dank zugute, dass ich gut Präsentationen aufsetzen und konzipieren kann.

Und so habe ich jeden Montag morgen ein Live-Video (Uuuuuaaahh! Live!!!!) mit der Vorstellung des jeweiligen Wochenmoduls, der Lektionen und der Wochenaufgaben gemacht habe. 

Das Ganze hat in einer geschlossenen Facebook-Gruppe stattgefunden. Dort haben dann die Teilnehmer im Laufe der Woche ihre Fragen gestellt, und wir haben noch zum Ende der Woche einen Live-Call gemacht. Ich habe dann über die verschiedenen Kanäle geantwortet oder Hilfestellung gegeben.

Das Feedback von den Teilnehmern hat mich mehr als gerührt. Hier ein kleiner Auszug:

“Super super gut! Diese Informationen hätte ich mir gewünscht, bevor ich meine erste Mini-Jobberin eingestellt habe, aber auch jetzt habe ich super viel mitgenommen!”

“Ich habe in dem Kurs gelernt, keine Angst davor zu haben Aufgaben abzugeben, gewinnbringend meine Zeit einzuteilen, Aufgaben klar zu definieren, Feedback zu geben und eine Teamvision zu schaffen”

Du kommst echt super gut rüber, professionell aber lustig und immer sehr positiv. Sehr angenehm und motivierend.”

“Du gibst mit deinem Kurs den perfekten Einstieg, um sein Dream Team aufzubauen. Du hast ein unglaublich großartiges und praktisches Wissen und gibst viele Beispiele aus deiner Erfahrung als Teamleader.”

“Der Kurs ist sehr inspirierend und gibt klare Orientierung und konkrete Beispiele wie du erkennst für welche Bereiche du dir Hilfe holen sollst und wie du mit Teammitglieder eine konstruktive, fruchtbare Beziehung aufbaust.”

Wenn das wie Werbung für mich selbst rüberkommt, ja, das ist es ein bisschen. Aber auch nur weil ich unfassbar stolz bin auf das was meine Teilnehmer erreicht haben!

Was waren denn meine Learnings aus dem 4-Wochen Online-Kurs:

  • Mein Thema (Teamführung für Selbstständige) macht mir SAU-viel Spaß! Ich liebe es!
  • Ich kann mehr, als was ich dachte. Ich dachte nämlich, dass vieles was ich weiß, gewöhnliches Wissen ist. Aber Tadaaaa! Ist es nicht!
  • Ich bin viel besser Live als in vorgearbeiteten Videos. Das werde ich aber leider noch üben müssen, weil ich die Videos in besserer Ton-/Video-/Sprechqualität für den richtigen Lauf des Kurses aufnehmen werde.
  • Es gibt noch viel zu tun, und mein Thema kommt an und ist da draußen in der Welt nützlich!

Was ich im Sommer nicht geschafft habe: bloggen!

Auch wenn es ein produktiver Sommer war, eines was ich mir fest vorgenommen hatte, habe ich überhaupt nicht geschafft: zu bloggen! 

Ich habe in den letzten Wochen und Monaten gemerkt, dass ich immer mehr das Bedürfnis habe, etwas kreatives zu schaffen. Ich schreibe und erzähle gerne – auch wenn ich keine Pulitzer-Anwärterin bin. Gelegentlich schreibe ich was, bisher ist es aber hauptsächlich in den Untiefen meines Google-Drives oder auf unveröffentlichte WordPress-Beitragsseiten geblieben. Die Dinge möchten aus meinem Kopf raus und da ist das Schreiben eine naheliegende Lösung.

Tja, und was soll ich sagen, ich habe in sechs Wochen “Auszeit” null-komma-null geschrieben. Ich habe es nicht mal geschafft, die Blog-Seite auf meine Internetseite so einzurichten, dass ich sie veröffentlichen kann. 

Die gute Nachricht: Wenn du das liest, dann habe ich es geschafft, den letzten Punkt nachzuholen!

Die andere gute Nachricht: Umso mehr freue ich mich auf meinen Content-/Blog-/Newsletter-Kurs Iron Blogging 2019 von der großartigen Judith Sympatexter Peters, der in September startet. Iron Blogging, das heißt einmal die Woche bloggen!

Ihr werdet also ab jetzt hier öfters von mir hören!